Wünsche und Erwartungen

Operintendantin Christine Mielitz stellt den neuen Spielpan vor.

DORTMUND Mit mehr als 40 Premieren, zwölf Wiederaufnahmen und gut 50 Konzerten bieten die fünf Sparten des Theater Dortmund in der nächsten Saison einen der umfangreichsten Spielpläne der Region.

Seit zehn Jahren ist die "Tosca" von Opernintendantin Christine Mielitz in Essen meist ausverkauft. Zum 150. Geburtstag von Puccini inszeniert sie in Dortmund die "Tosca" neu (27.9.).

Mielitz inszeniert drei Opern selbst

Die Spielzeit eröffnet am 6.9. das "Weiße Rössl", mit der "Zauberflöte", dem Musical "Kuss der Spinnenfrau", Rossinis "Italienerin in Algeri", Webers "Freischütz", Henzes "Der junge Lord" und Strawinskys "Oedipus Rex" (im Doppel mit dem Ballett "Sacre") folgt Populäres. Drei Opern inszeniert Mielitz selbst (Tosca, Junger Lord, Oedipus), alle drei dirigiert der neue Generalmusikdirektor Jac van Steen, zusätzlich das Ballett "Sacre".

Innovativer und spannender ist der Schauspiel-Spielplan, der mit vier Uraufführungen ("Das Experiment" von Hermann Schmidt-Rahmer, "Guglhupf" von Felix Römer, "dem NEID-Projekt" von Hubert Canaval, "Das dauernde Verhör" von Martin Heckmann, sowie der Deutschsprachigen Erstaufführung von "Woman and scarecrow" von Marina Carr aufwartet.

Von den 14 Produktionen inszeniert Schauspielchef Michael Gruner nur O'Neills "Eines langen Tages Reise in die Nacht". "Die Banalität der Liebe" von Savyon Liebrecht ist die Saisoneröffnung des Schauspiels am 12.9. Neue "Liebesperlen" kullern ab 26.9.

Drei Ballettabende

Das Ballett will sein hochkarätiges Profil weiter schärfen. Es gibt wieder drei Ballettabende sowie Gala-Vorstellungen. Das Handlungsballett ist Xin Peng Wangs "Krieg und Frieden" zu Schostakowitsch-Musik. Vor Wangs "Sacre" erarbeiten die Star-Choreografen Benjamin Millepied und William Forsythe den Abend "In the mood".

Zu den sechs Premieren des Kinder- und Jugendtheaters gehört das Weihnachtsmärchen "Der verzauberte Prinz", das Kindertheaterchef Andreas Gruhn schreibt (Uraufführung: 20.11.).

Im Aufwind sind die Dortmunder Philharmoniker mit Jac van Steen, der sechs der zehn Philharmonischen Konzerte (ab 15.9.) dirigiert.; beim Smetana-Zyklus "Mein Vaterland" steht Leos Svárovsky am Pult. Neu eingeführt hat van Steen das "Wunschkonzert". Im 10. Konzert darf sich das Publikum Werke wünschen, die ein Jahr später gespielt werden. Die aktuellen Auslastungszahlen gibt das Theater Dienstag bekannt. 

Julia Gaß/Foto: Archiv
23. April 2008

Karten: Tel.               (0231) 50-272 22