Barbara Hannigan, Sopran

Die kanadische Sopranistin Barbara Hannigan erhielt ihre Ausbildung an der Universität von Toronto bei Mary Morrison. Nach Abschluss ihres Bachelor und Master of Music Degrees verfolgte sie ihr Studium in den Niederlanden am Koninklijk Conservatorium in Den Haag bei Meinard Kraak. Anschließend studierte Barbara Hannigan am Steans Institute for Young Artists in Ravinia (USA), dem Centre d'arts Orford und am Banff Centre for the Arts in Kanada.

Ihr Opernrepertoire umfasst u.a. die der Anne Truelove in The Rake's Progress von Stravinsky, Lucia in Brittens The Rape of Lucretia, Despina in Così fan tutte, Bastienne in Bastien et Bastienne, Armida in Händels Rinaldo, Amore in Glucks Orfeo ed Eurydice, die Titelrollen in La Contadina und La Fantesca von Hasse, Dalinda in Händels Ariodante sowie die Doppelrolle Amore/Alinda in Giasone von Cavalli.

Für  De Nederlandse Opera sang sie die Rollen der Saskia in der Welterstaufführung von Louis Andriessens Writing to Vermeer sowie der Juana la Loca in Rob Zuidams Rage d’Amours. Mit der English National Opera sang sie die Rolle der Gabrielle in der Welterstaufführung von Gerald Barry’s The Bitter Tears of Petra von Kant. Im Januar 2003 sang sie die Uhraufführung von Michel van der Aas Kammeroper One für Sopran, Film und Elektronik. Sie hat dieses Stück mittlerweile in 11 verschiedene Länder gesungen.

Sie verbuchte einen großen Erfolg mit ihrem Auftritt in Ligetis Mysteries of the Macabre mit dem finnischen Radiosymphonieorchester, dem Frankfurter Radiosymphonieorchester, dem Toronto Symphony Orchestra, sowie mit dem Asko Ensemble und dem Schönberg Ensemble.  Sie debütierte an den BBC Proms im August 2003 mit Ligetis Aventures, Nouvelles Aventures mit The London Sinfonietta unter der Leitung von Peter Eötvös. Sie sang Ligetis Requiem im Juli 2004 während der Salzburger Festspiele mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Jonathan Nott sowie im Jahre 2007 mit den Berliner Philharmonikern. Im Jahre 2006 sang sie Mysteries of the Macabre, Aventures und Nouvelles Aventures mit der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York.

Dutilleux’ Correspondances für Sopran und Orchester ist zu einer wichtigen Komposition  in ihrem Repertoire geworden. Im Jahre 2003 sang sie diese Komposition mit dem niederländischen Radio Symfonie Orkest unter der Leitung von Reinbert de Leeuw und mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo in den 2005 BBC Proms, der Helsinki Philharmonic unter der Leitung von Esa Pekka Salonen, dem Orchestre National de France unter der Leitung von Kurt Masur, dem Toronto Symphony unter der Leitung von Peter Oundjian, den Berliner  Philharmoniker n unter der Leitung von Sir Simon Rattle sowie am Palais Garnier mit dem Paris Opera Orchestra unter der Leitung von Oliver Knussen, während künftiger Engagements in Madrid, Oslo und Cardiff.

Barbara Hannigan trat auf mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Toronto Symphony Orchestra, den niederländischen Rundfunkorchestern (Radio Filharmonisch Orkest, Radio Kamerorkest, Radio Symfonie Orkest), dem l’Orchestre National de France, den Bamberger Symphonikern, dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt,  dem finnischen Rundfunkorchester, dem Combattimento Consort Amsterdam,  dem SWR Radio Sinfonieorchester sowie dem Barockorchester Frankfurt, in einem Repertoire, das sich vom Barock bis zu zeitgenössischen Kompositionen erstreckt.

Sie arbeitete mit Dirigenten wie Reinbert de Leeuw, Esa Pekka Salonen, Sir Simon Rattle, Kurt Masur, Jukka Pekka Saraste, Oliver Knussen, Peter Oundjian, Jonathan Nott, Peter Rundel, Michael Gielen, Peter Eötvös und Ingo Metzmacher, sowie mit Komponisten wie Gyorgy Ligeti, Louis Andriessen, Gerald Barry, Karlheinz Stockhausen, Oliver Knussen und Henri Dutilleux.

Im September 2007 machte sie ihr Debüt bei La Fenice in der Rolle der Despina in Lucca Moscas „Signor Goldoni“ . Zu ihren rezenten Opern-Engagements gehören Produktionen in La Monnaie (Ligeti, Grand Macabre), dem Aix en Provence Festival (Uhraufführung von Dusapins „Passion“, sowie eine Kooperation mit dem Musikhaus Lod in Belgien. Darüber hinaus sind zahllose Konzerte geplant, wie u.a. mit der Chamber Music Society of Lincoln Center New York, den Berliner Philharmonikern mit Sir Simon Rattle, Atlanta und dem Toronto Symphony Orchestra, New World Symphony Orchestra, und ihre Kammermusikkonzerte mit Maurizio Pollini, u.a. in Rom, Brüssel, Zürich, Mailand (Scala) und Paris. Zu ihren zukünftigen Engagements gehören u.A. eine Neuproduktion bei La Monnaie (Hosakawa, Matsukaze), eine neue Oper von George Benjamin in Aix en Provence, eine Konzerttournee mit Ensemble Intercontemporain u.L.v. Pierre Boulez und weitere Konzerte mit dem Berliner Philharmoniker u.L.v. Sir Simon Rattle. Neben ihren Konzert- und Opernauftritten gibt Barbara Hannigan regelmäßig Lieder-Recitals mit dem Pianisten Reinbert de Leeuw.